
Die Pizza ist oben schön gebacken, aber der Boden bleibt weich. Die Pommes werden im Ofen nicht so knusprig, wie du es dir wünschst. Und bei Blätterteig bleibt an der Unterseite manchmal mehr Feuchtigkeit zurück als erwartet.
Genau hier kann ein gelochtes Backblech interessant werden.
Durch die Öffnungen kann die heiße Luft besser an die Unterseite des Backguts gelangen. Doch bedeutet das automatisch bessere Backergebnisse? Und brauchst du dafür wirklich ein spezielles Backblech?
Wir zeigen dir, was ein gelochtes Backblech bringt, wann es sinnvoll ist und worauf du beim Kauf achten solltest. Außerdem vergleichen wir verschiedene Modelle und schauen uns das verstellbare STÄDTER Backblech mit Speziallochung genauer an.
Was ist ein gelochtes Backblech?
Ein gelochtes Backblech, auch Lochblech oder perforiertes Backblech genannt, besitzt viele kleine Öffnungen in der Backfläche.
Bei einem normalen Backblech liegt das Backgut auf einer geschlossenen Metallfläche. Bei einem gelochten Backblech kann die heiße Luft dagegen auch durch die Öffnungen an die Unterseite gelangen.
Das kann besonders dann interessant sein, wenn du eine knusprigere und trockenere Oberfläche erreichen möchtest.
Dabei solltest du aber nicht erwarten, dass ein gelochtes Blech jedes Backergebnis automatisch verbessert. Die Wirkung hängt auch vom Lebensmittel, vom Teig, vom Ofen und von der Backtemperatur ab.
Warum hat ein Backblech überhaupt Löcher?
Die Löcher verändern vor allem die Luftzirkulation.
Bei einer geschlossenen Backfläche befindet sich zwischen Backgut und Blech nur wenig Raum für die Luftzirkulation. Bei einer perforierten Fläche kann die heiße Luft leichter an die Unterseite gelangen.
Gleichzeitig kann Feuchtigkeit besser aus diesem Bereich entweichen.
Das ist vor allem bei Lebensmitteln interessant, bei denen eine knusprige Unterseite erwünscht ist.
Ein einfaches Beispiel
Stell dir eine Pizza mit einem feuchten Belag vor. Während des Backens entsteht Wasserdampf. Wenn die Unterseite nur auf einer geschlossenen Fläche liegt, kann die Feuchtigkeit schlechter aus dem direkten Bereich unter dem Teig entweichen.
Ein gelochtes Backblech schafft hier mehr Luftzirkulation.
Das bedeutet nicht, dass die Pizza damit garantiert knusprig wird. Es kann aber eine sinnvolle Ergänzung zu einem passenden Teig, einem gut vorgeheizten Ofen und einer geeigneten Backtemperatur sein.
Für welche Lebensmittel lohnt sich ein gelochtes Backblech?
Nicht jedes Backgut braucht ein Lochblech. Besonders interessant ist es für Lebensmittel, bei denen eine trockene und knusprige Unterseite wichtig ist.
| Backgut | Gelochtes Backblech sinnvoll? | Warum? |
|---|---|---|
| Pizza | Ja | Gute Luftzirkulation an der Unterseite |
| Pommes | Ja | Heiße Luft kann besser zirkulieren |
| Blätterteig | Ja | Feuchtigkeit kann leichter entweichen |
| Brötchen | Kann sinnvoll sein | Unterstützung einer trockeneren Unterseite |
| Plätzchen | Je nach Rezept | Nicht immer notwendig |
| Kuchen | Meist nicht | Geschlossene Backfläche ist oft praktischer |
| Flüssige Teige | Eher nein | Teig kann durch die Öffnungen laufen |

Wenn du hauptsächlich Pizza, Pommes oder Blätterteig zubereitest, kann ein gelochtes Backblech eine sinnvolle Ergänzung sein. Auch bei Ofengemüse vom Blech sorgt die bessere Luftzirkulation für ein gleichmäßigeres Ergebnis.
Backst du dagegen überwiegend Rührkuchen, Aufläufe oder andere flüssige Speisen, brauchst du die Perforation wahrscheinlich deutlich seltener.
Warum sind gelochte Backbleche für Pizza interessant?
Pizza gehört zu den Anwendungen, bei denen ein gelochtes Backblech besonders interessant sein kann.
Der Pizzaboden soll außen gebacken und möglichst knusprig sein, während der Belag nicht austrocknen soll. Gleichzeitig bringt der Belag zusätzliche Feuchtigkeit in den Ofen.
Durch die Öffnungen kann die heiße Luft besser an die Unterseite gelangen.
Trotzdem ist das Backblech nur ein Teil des Ergebnisses. Auch die Teigdicke, die Menge des Belags, die Feuchtigkeit des Belags, das Vorheizen und die Position im Backofen spielen eine Rolle.
Ein Lochblech kann also helfen, aber es ersetzt keine gute Backtechnik. Wie du mit der richtigen Technik ein perfektes Hähnchen im Backofen zubereitest, zeigen wir dir in unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung.
Brauche ich wirklich ein gelochtes Backblech?
Das hängt davon ab, was du regelmäßig backst.
Wenn du dich hauptsächlich über weiche Pizzaböden oder wenig knusprige Ofenpommes ärgerst, kann ein gelochtes Backblech interessant sein.
Wenn du dagegen nur gelegentlich Pizza backst und ansonsten Kuchen und Aufläufe zubereitest, reicht ein normales Backblech für viele Anwendungen aus.
Die schnelle Entscheidung
Ein gelochtes Backblech passt eher zu dir, wenn du:
- häufig Pizza backst
- Pommes im Backofen zubereitest
- gerne Blätterteig und Plunder backst
- bei bestimmten Gebäcken Wert auf eine knusprige Unterseite legst
- eine bessere Luftzirkulation beim Backen ausprobieren möchtest
Ein normales Backblech reicht eher aus, wenn du:
- hauptsächlich Kuchen backst
- häufig flüssige Teige verwendest
- Aufläufe zubereitest
- keinen besonderen Wert auf eine knusprige Unterseite legst
Worauf solltest du beim Kauf achten?
Wenn du dich für ein gelochtes Backblech entscheidest, solltest du nicht einfach das erstbeste Modell kaufen.
1. Die Größe
Zuerst muss das Blech zu deinem Backofen passen.
Besonders praktisch können verstellbare Modelle sein. Sie lassen sich an unterschiedliche Breiten anpassen und können dadurch flexibler eingesetzt werden.
Beim STÄDTER Herdbackblech beträgt die Grundgröße 40 × 35 cm. Die seitlichen Bügel lassen sich bis auf 55 cm verstellen.
2. Das Material
Gelochte Backbleche gibt es aus unterschiedlichen Materialien.
STÄDTER gibt beim hier betrachteten Modell Metall als Material an. De Buyer bietet beispielsweise ein perforiertes Modell aus Edelstahl an.
Das Material beeinflusst unter anderem Gewicht, Pflege und Eigenschaften des Blechs. Deshalb solltest du die konkrete Herstellerangabe prüfen und nicht nur nach dem Begriff „Lochblech“ gehen. Die Verbraucherzentrale erklärt ausführlich, worauf du bei Metallen in Kontakt mit Lebensmitteln achten solltest.
3. Die Lochung
Auch die Größe und Art der Löcher kann sich zwischen den Modellen unterscheiden.
Mehr oder größere Löcher sind nicht automatisch besser. Entscheidend ist, welches Backgut du darauf zubereiten möchtest.
Beim de Buyer Edelstahlblech wird beispielsweise eine Mikroperforation mit 3 mm Durchmesser angegeben. Beim STÄDTER Modell wird dagegen eine Speziallochung genannt, ohne dass der Hersteller auf der Produktseite einen konkreten Lochdurchmesser angibt.
4. Eine Beschichtung
Eine Antihaftbeschichtung kann das Lösen des Backguts erleichtern.
Das STÄDTER Backblech besitzt laut Hersteller eine langlebige Xynflon Antihaftbeschichtung. Außerdem gibt STÄDTER an, dass das Blech ohne PFAS hergestellt wird.
Bei einem beschichteten Blech solltest du immer die Pflegehinweise des Herstellers beachten. Scharfe Gegenstände und harte Schwämme können die Oberfläche beschädigen.
5. Die Temperaturbeständigkeit
Auch hier lohnt sich ein Blick auf die Produktangaben.
Beim STÄDTER Modell werden bis zu 250 °C angegeben.
Wichtig ist dabei die Unterscheidung zwischen Temperaturbeständigkeit und Backtemperatur. Wenn ein Blech bis 250 °C geeignet ist, bedeutet das nicht, dass jedes Rezept bei 250 °C gebacken werden sollte.
6. Die Reinigung
Ein gelochtes Backblech besitzt mehr Kanten und Öffnungen als ein normales Blech. Deshalb sollte die Reinigung ebenfalls eine Rolle bei deiner Entscheidung spielen.
Beim STÄDTER Modell empfiehlt der Hersteller die Reinigung von Hand. Das Blech ist nicht spülmaschinengeeignet.
Gelochte Backbleche im Vergleich
Wenn du ein gelochtes Backblech kaufen möchtest, findest du unterschiedliche Bauformen und Materialien.
| Modell | Größe | Besonderheit | Interessant für |
|---|---|---|---|
| STÄDTER Herdbackblech | 40 × 35 cm, bis 55 cm | Verstellbare Bügel, Antihaftbeschichtung | Flexible Nutzung im Haushalt |
| Betty Bossi Backblech | 40 bis 68 cm | Ausziehbar, feine Lochung | Große bzw. unterschiedlich breite Backöfen |
| de Buyer Edelstahl | 40 × 30 cm | Edelstahl, 3 mm Mikroperforation | Wer Edelstahl bevorzugt |
Die Modelle verfolgen also nicht ganz denselben Ansatz.
Wenn dir eine verstellbare Breite wichtig ist, ist das STÄDTER Modell interessant. Wer möglichst viel Spielraum bei der Breite möchte, findet bei Betty Bossi ein Modell mit einer Verstellung bis 68 cm.
Wenn du dagegen ein perforiertes Edelstahlblech suchst, bietet de Buyer eine entsprechende Variante mit 40 × 30 cm an.
STÄDTER Backblech mit Speziallochung
Das STÄDTER Herdbackblech verbindet zwei Eigenschaften, die für den privaten Backofen praktisch sein können: eine gelochte Backfläche und verstellbare Seitenbügel.
Die Grundgröße beträgt 40 × 35 cm. Die Randbügel lassen sich stufenlos bis auf 55 cm erweitern.
Laut Hersteller ist das Blech für gängige Backöfen geeignet. Die Backfläche besitzt eine langlebige Antihaftbeschichtung und das Produkt ist laut Hersteller ohne PFAS hergestellt.
Die maximale Temperaturbeständigkeit wird mit 250 °C angegeben.
Die wichtigsten Daten
| Eigenschaft | STÄDTER Herdbackblech |
|---|---|
| Material | Metall |
| Größe | 40 × 35 cm |
| Verstellbar bis | 55 cm |
| Beschichtung | Xynflon Antihaftbeschichtung |
| Temperaturbeständigkeit | bis 250 °C |
| PFAS | laut Hersteller ohne PFAS hergestellt |
| Spülmaschine | Nein |
| Lochung | Speziallochung |
| Artikelnummer | 661141 |
Was spricht für das Modell?
Der größte praktische Vorteil ist die Verstellbarkeit.
Wenn dein Backofen nicht genau der Standardgröße eines festen Blechs entspricht, kann die Möglichkeit, die Seitenbügel anzupassen, hilfreich sein.
Dazu kommt die Antihaftbeschichtung. Sie kann das Lösen von Backgut erleichtern, verlangt aber auch eine schonende Reinigung und vorsichtige Verwendung.
Was solltest du beachten?
Das Blech ist nicht spülmaschinengeeignet.
STÄDTER weist außerdem darauf hin, dass sich das Blech bei starker Erwärmung aus produktionsbedingten Gründen vorübergehend etwas verformen kann. Laut Hersteller hat dies keinen Einfluss auf das Backergebnis und das Blech wird nach dem Abkühlen wieder flach.
Für Laugengebäck nennt der Hersteller außerdem eine besondere Vorgabe: Hier soll immer Backpapier verwendet werden.
Wo kannst du das STÄDTER Backblech kaufen?
STÄDTER Backblech mit Speziallochung
Das verstellbare Backblech von STÄDTER ist für knusprige Ergebnisse bei Pizza, Pommes und Gebäck gedacht. Die Speziallochung unterstützt die Luftzirkulation und das Backblech lässt sich an gängige Backöfen anpassen.
- 40 × 35 cm, verstellbar bis 55 cm
- Speziallochung für knusprige Backergebnisse
- Langlebige Xynflon-Antihaftbeschichtung
- Hitzebeständig bis 250 °C
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Welche Alternative passt besser?
Betty Bossi: Wenn du mehr Spielraum bei der Breite brauchst
Das gelochte Backblech von Betty Bossi lässt sich laut Hersteller von 40 bis 68 cm ausziehen.
Es besitzt eine feine Lochung und ist unter anderem für Pizza, Flammkuchen, Blätterteig, Kekse und Croissants vorgesehen.
Wenn du ein besonders weit verstellbares Blech suchst, kann diese Bauform interessant sein.
de Buyer: Wenn du Edelstahl bevorzugst
Das perforierte Edelstahl Backblech von de Buyer misst 40 × 30 cm.
Es besitzt laut Hersteller Mikroperforationen mit 3 mm Durchmesser. De Buyer beschreibt die Perforation als Möglichkeit für eine gute Luftzirkulation und eine gleichmäßige Wärmeverteilung.
Das Modell ist für den Einsatz im Backofen und besonders für kleinere Backwaren und verschiedene Teigwaren gedacht.
Wichtig: Laut Hersteller sollte es nicht mit flüssigen oder halbflüssigen Zubereitungen verwendet werden.
Was solltest du auf einem gelochten Backblech nicht backen?
Die Perforation ist ein Vorteil, kann aber bei bestimmten Zubereitungen zum Problem werden.
Sehr flüssige oder weiche Teige können durch die Öffnungen laufen. Deshalb solltest du bei solchen Rezepten besser eine geschlossene Form oder ein normales Backblech verwenden.
Auch bei empfindlichen Teigen lohnt sich ein Blick in die Produktanleitung.
Ein gelochtes Backblech ist also kein Ersatz für jedes andere Backblech. Es ist vielmehr ein zusätzliches Werkzeug für bestimmte Backaufgaben. Für Gerichte wie Hähnchenschenkel im Backofen knusprig ist ein Rost oft die bessere Wahl.
Häufige Fehler bei einem gelochten Backblech
Flüssigen Teig direkt auf die Lochung geben
Das funktioniert nicht bei jedem Teig. Wenn der Teig sehr flüssig ist, kann er durch die Öffnungen laufen.
Zu viel Backgut auf einmal auflegen
Auch ein gelochtes Blech braucht ausreichend Platz zwischen den einzelnen Lebensmitteln. Wenn Pizza, Pommes oder anderes Backgut dicht übereinander liegt, kann die Luft schlechter zirkulieren.
Beschichtung mit Metall beschädigen
Verwende bei beschichteten Blechen keine scharfkantigen oder metallischen Gegenstände, wenn der Hersteller davor warnt.
Mit harten Schwämmen reinigen
Bei einer Antihaftbeschichtung solltest du auf Scheuermittel und harte Schwämme verzichten.
Die maximale Temperatur überschreiten
Halte dich an die Temperaturangaben des jeweiligen Herstellers.
Brauchst du ein gelochtes Backblech?
Ein gelochtes Backblech ist kein Muss für jede Küche.
Wenn du häufig Pizza, Pommes, Blätterteig oder anderes Gebäck zubereitest, bei dem eine knusprige Unterseite wichtig ist, kann die Perforation einen echten praktischen Vorteil bieten.
Wenn du hauptsächlich Kuchen, Aufläufe und flüssige Teige backst, reicht ein normales Backblech in vielen Fällen aus.
Beim Kauf solltest du deshalb nicht nur auf die Anzahl der Löcher achten. Größe, Material, Lochung, Beschichtung, Temperaturbeständigkeit und Reinigung sind genauso wichtig.
Das STÄDTER Herdbackblech ist vor allem dann interessant, wenn du ein gelochtes Backblech mit verstellbarer Breite suchst. Die Größe von 40 × 35 cm lässt sich bis auf 55 cm erweitern. Dazu kommen die Antihaftbeschichtung und die vom Hersteller angegebene Eignung für gängige Backöfen.
Ob genau dieses Modell zu dir passt, hängt letztlich davon ab, was du am häufigsten backst und welche Eigenschaften dir beim Backblech wichtig sind.



